Abkürzungsverzeichnis und Glossar
Übersicht: Audio Coding 3 (AC3), .avi, BDRip, BRRip, CAM, DC, DivX, DL, DTS, dTV, DUBBED, DVDR, DVDRiP, DVD Screener (DVDSCR), FS, HDRip, INTERNAL, LETTERBOX, Line Dubbed (LD), Matroska (.mkv), MDVDR, Mic Dubbed (MD), ML, NFO, NTSC, PAL, PROPER, PS, R5, READ.NFO, REAL.PROPER, RECODE, REPACK, Sample, Screener (SCR), SFV, STV, SUBBED, Telecine (TC), Telesync (TS), TV-Rip, VHS-Rip, WATERMARKED, Workprint (WP), Widescreen (WS), x264, XviD.
Audio Coding 3 (AC3):
Von AC3 Dolby Laboratories entwickelt. Dieses Multichannel-Format ist komprimiert und besitzt eine Abtastfrequenz von 48 kHz bei bis zu 24 Bit (DVD: 16bit). Ein DD-Audio-Track kann bis zu 5.1-Kanäle besitzen. 5 normale Kanäle für Lautsprecher und .1 für den Subwoofer-Kanal, welcher jedoch nicht als eigentlicher Kanal bezeichnet wird. Die Datenrate reicht von 64 bis zu 448 kbit/s, wobei 384 kbit/s die normale (DVD)-Datenrate bei 5.1-Kanal.
Die digitalen Dolby Digital-Signale müssen erst von einem Decoder in (meist 6) separate analoge Kanäle umgewandelt werden.
.avi:
Containerformat. Gibt Art und Struktur der Filmdatei vor. Passende Codecs sind etwa für Bild, DivX und XviD, für Ton, AC3 und MP3.
BDRip:
Synonym für BRRip.
BRRip:
Rips von einer Blue Ray Disk.
CAM:
Die schlechteste aller Aufzeichnungsformen. Der Film wurde mit einem Camcorder im Kino von der Leinwand abgefilmt. Die Bildqualität ist meist akzeptabel bis gut, bei manchen Filmen sind in kurzen Momenten Köpfe von anderen Kinobesuchern im Bild. Die Tonqualität ist sehr unterschiedlich, Störgeräusche wie Gelächter des Publikums sind möglich.
DC:
Der Film liegt im Director's Cut vor, was bedeutet, dass diese Version es Filmes vom Regisseur neu geschnitten und mit zusätzlichen, nicht in der Kinofassung enthaltenen, Szenen versehen wurde.
DivX:
DivX ist wie XviD oder HDX4 ein MPEG-4-kompatibler Video-Codec. Der Codec ist für seine Fähigkeit bekannt, große Videodateien bei guter Qualität vergleichsweise stark komprimieren zu können. DivX wird jedoch in Szenereleases nicht mehr verwendet.
DL:
Dual-Language; d.h. der Film beinhaltet 2 verschiedene Tonspuren, z.B. deutsch & englisch.
DTS:
Ein Mehrkanal-Tonsystem der gleichnamigen Firma Digital Theater Systems. Im Gegensatz zu AC3 liegen Tonspuren im Format DTS meist in einer höheren Bitrate vor.
dTV:
Wie TV-Rip, nur Digital-TV als Source.
DUBBED:
Der Originalton ist ersetzt worden (z.B. Ton aus einem deutschen Kino genommen und mit einem englischen Release gemixt).
DVDR:
Image für eine komplette DVD, mit Menü, etc.
DVDRiP:
Hier wurde eine offizielle DVD als Quelle für das Release benutzt. Qualitativ sind diese Versionen exzellent, allerdings sind sie bei neuen Filmen selten zu finden, da die offiziellen DVD‘s erst einige Zeit nach Kinostart in den USA auf den Markt kommt. Trotzdem kann die Veröffentlichung vor dem Kinostart in Deutschland liegen, da viele Filme hierzulande mit ca. einem halben Jahr Verzögerung anlaufen.
DVD Screener (DVDSCR):
sh. Screener. Basis ist hierbei eine für die Presse vorab veröffentlichte DVD. Ton, Qualität sind wie bei einem normalem DVD-Rip.
FS:
Das Release ist Fullscreen, also Vollbild. Dabei wird die gesamte sichtbare Bildfläche ausgenutzt und somit schwarze Ränder vermieden.
HDRip:
Als Quelle diente hier ein Bluray Szene-Release im mkv-Format mit der Auflösung 720p oder 1080p. Die Qualität ist im Vergleich zu Dvdrips meistens besser, jedoch ist der Film nicht mehr in der ursprünglichen Auflösung vorhanden.
INTERNAL:
Ein Release, das bereits von einer anderen Crew veröffentlicht wurde oder den allgemeinen Regeln nicht gerecht werden kann (vgl. NUKE) und aus diesem Grund nicht öffentlich sondern lediglich Crew-intern released wird.
LETTERBOX:
Letterbox ist ein anderer Begriff für Widescreen (siehe WS).
Line Dubbed (LD):
Der Ton wurde über den "Line"-Ausgang von einer externen Quelle aufgenommen.
Matroska (.mkv):
Containerformat. Gibt Art und Struktur der Filmdatei vor. Matroska ist sehr freizügig was Video sowie Audiocodecs angeht. Auch die Anzahl ist nahezu variabel. Menü und ausblendbare Untertitel werden auch unterstützt. Meist werden für Dateien mit x264-Codec mkv-Container verwendet.
MDVDR:
Dies ist die Bezeichnung für eine Musik- bzw. Konzert-DVD mit Menü und ggf. Extras. Das Format unterscheidet sich nicht zu Film DVDRs.
Mic Dubbed (MD):
Der Ton wurde per Mikrofon aufgenommen.
ML:
Multi-Language; d.h. der Film beinhaltet mind. 3 Tonspuren.
NFO:
Informationsdatei über das Release. Hierin sind üblicherweise Informationen über das Release enthalten.
NTSC:
National Television Standards Committee ist eine Organisation, die den Fernsehbildstandard in Nordamerika und Japan definiert. Der entsprechende Standard weist 30 Vollbilder pro Sekunde und 525 Abtastzeilen pro Vollbild auf. Dieser Standard beschränkt auch den im Fernsehen darzustellenden Bereich von Farben.
PAL:
Phase Alternation Line ist der in Europa, Afrika und Südamerika verwendete Fernsehstandard. Er ist charakterisiert durch 25 Vollbilder pro Sekunde und 625 Abtastzeilen pro Vollbild. Dieser Standard beschränkt auch den im Fernsehen darzustellenden Bereich von Farben.
PROPER:
Ein früheres Release dieses Filmes war qualitativ minderwertiger als dieses Release.
PS:
Pan and Scan: Filme, die für eine Auswertung im Kino gedreht wurden, haben ein Bildformat, das auf die rechteckige Kinoleinwand ausgerichtet ist. Wenn ein solcher Film nun für den Gebrauch auf dem heimischen Fernseher auf Video überspielt wird, ist eine Anpassung des Bildes notwendig, so dass es den viereckigen Fernsehbildschirm ausfüllt. Die meisten amerikanischen Filme, die nach 1955 entstanden sind, wurden im amerikanischen Breitwandformat von 1,85:1 gedreht (für die meisten europäischen Filme gilt das europäische Breitwandformat von 1,66:1). Ausgenommen ist das noch breitere Cinemascope-Format (2,35:1), für das eine anamorphotische Linse verwendet wird. Das Standard-Bildformat eines Fernsehgerätes beträgt dagegen 1,33:1. Beim Transfer auf Video wird das Bild also verkleinert. Dies geschieht dadurch, dass man das komplette Bild abfährt (der englische Begriff dafür ist "pan") und sich dann auf einen Bildausschnitt konzentriert. Die Breite des Bildes wird verringert, wobei ein Teil verloren geht. Wenn bei einem Video oder bei einer DVD keine Angaben zum Bildformat vorliegen und der Hinweis "Originalkinoformat" fehlt, muss man davon ausgehen, dass die Bildgröße dem Fernsehformat (1,33:1) durch das Pan and Scan-Verfahren angepasst wurde. Wer lieber das ganze Bild sehen möchte, sollte -- wenn es sie gibt -- auf Widescreen- bzw. Letterbox-Versionen zurückgreifen. Ein Vollbild-Release (vgl. FS) ist das Ergebnis aus dem Pan and Scan Verfahren.
R5:
R5 ist der DVD-Ländercode für Osteuropa und andere Länder der ehemaligen UdSSR sowie Indien und Afrika. Um die Warezszene zu "stören", werden oftmals DVDs dort früher, aber mit weniger Ausstattung veröffentlicht.
READ.NFO:
In dem NFO-File dieses Releases stehen wichtige Informationen der Crew an die Leecher, z.B. Grund eines Repacks, etc.
REAL.PROPER:
Dieses Release ist qualitativ noch hochwertiger als das PROPER-Release.
RECODE:
Ein Release wurde in ein anderes Format umkonvertiert (z.B. 3CD SVCD Release --> 1CD DivX Release), oder neu enkodiert.
REPACK:
Beim Packen des Release z.B. zu einem RAR-Archiv kam es zu Fehlern und das Archiv wies beim entpacken bspw. CRC-Fehler auf und wurde deshalb erneut gepackt und neu released.
Sample:
Ausschnitt eines Films, welcher die Bild- und Tonqualität wiederspiegeln soll, bevor der eigentliche Film heruntergeladen wird.
Screener (SCREENER):
Hier wird als Basis eine Pressekopie von einem professionellen Videoband des Filmes benutzt. Die Bildqualität ist mit sehr gutem VHS vergleichbar. Der Ton ist ebenso einwandfrei.
SFV:
SFV-Dateien enthalten Dateinamen und zugehörige Prüfsummen anderer Dateien. Mit Hilfe eines SFV-Validators werden die CRC32-Prüfsummen der vorliegenden Dateien gebildet und mit den in der SFV-Datei gespeicherten Prüfsummen abgeglichen. So kann festgestellt werden, ob beispielsweise Dateitransfers fehlerfrei erfolgt sind. Schlägt diese Validierung fehl, wird die fehlerhafte Datei als korrupt bezeichnet.
STV:
Straight To Video bedeutet, dass der Film niemals im Kino lief sondern direkt als DVD/VHS veröffentlicht wurde.
SUBBED:
Release hat Untertitel. (von engl. Subtitle = Untertitel). Dies kann von einem einzelnen, kleinen bis zu mehreren oder sehr großen Untertiteln reichen, die je nach dem sehr viel Platz, i.d.R. am unteren Bildrand, einnehmen.
Telecine (TC):
Diese Releases sind sehr selten, bieten dafür aber mit Abstand die beste Qualität. Die Quelle ist ein Filmprojektor mit Audio / Video Ausgang; das Filmmaterial wird hier direkt vom Projektor abgenommen. Bild- und Tonqualität sind exzellent.
Telesync (TS):
Diese Releases werden mit einer auf einem Stativ befestigten professionellen (Digital-) Kamera in einem leeren Kino von der Leinwand abgefilmt. Die Bildqualität ist wesentlich besser als bei einer Cam. Der Ton wird bei diesen Produktionen oft direkt vom Projektor oder einer anderen externen Quelle abgenommen, ist somit störungsfrei und in der Regel sogar Stereo.
TV-Rip:
Der Film wurde vom Fernsehen aufgenommen und hat meistens ein Senderlogo eingeblendet (z.B. "Arte"). Die Qualität ist aber meistens recht gut.
VHS-Rip:
Der Film wurde vom einem Video aufgenommen. Die Qualität ist auch hier meistens recht gut.
WATERMARKED:
Kleine dauerhafte Einblendungen irgendwelcher Kürzel oder Symbole der Release-Group oder des Verleihers.
Workprint (WP):
Ein besonderes Bonbon für Filmfans. Diese Veröffentlichung ist sozusagen eine "Betaversion" eines Films. Ihre Veröffentlichung ist meist weit vor dem weltweiten Kinostart. Es ist eine Vorabversion des Films, daher ist qualitativ von exzellent bis fast unanschaubar alles möglich, je nach Quellmaterial. Oft fehlen allerdings noch einige Szenen, oder die Schnitte sind unschlüssig. Positiv ist, dass manchmal Szenen enthalten sind, die im Endprodukt dem Schneidetisch zum Opfer fallen. Bei einigen dieser Produktionen ist am unteren oder oberen Bildrand ein laufender Zähler - ein so genannter Timecode - der zum Schneiden des Filmmaterials benötigt wird, eingeblendet.
Widescreen (WS):
Das Release besitzt das Seitenverhältnis 16:9.
x264:
Lizensfreier Mpeg-4 AVC Codec. Leistungsfähiger als der der MPEG-4 ASP Codec (DivX, XviD). Wird oftmals fuer HD- oder BD Rips benutzt.
XviD:
XviD ist ein Open-Source-MPEG-4-Video-Codec, der ursprünglich auf dem OpenDivX-Quellcode basierte. Er erfüllt den selben Zweck wie DivX.
